Versicherungsbetrug von oben: Wenn Versicherungsvorstände die Versicherten betrügen

Versichertenbetrug” und “Versicherungsbetrug von oben”: Eine begriffliche Einführung

Die Begriffe “Versichertenbetrug” und “Versicherungsbetrug von oben” sind in der öffentlichen Wahrnehmung wenig präsent, da diese Formen des Fehlverhaltens oft subtil und schwer zu erkennen sind. Im Gegensatz zum klassischen Versicherungsbetrug, bei dem Versicherungsnehmer versuchen, durch falsche Angaben oder Manipulationen unrechtmäßige Leistungen zu erhalten, beziehen sich diese Begriffe auf betrügerische Handlungen innerhalb von Versicherungsunternehmen, die zum Nachteil der Versicherten erfolgen.

Versichertenbetrug

Der Begriff “Versichertenbetrug” beschreibt Praktiken, bei denen Versicherungsunternehmen oder deren Vertreter bewusst Handlungen vornehmen, die die Interessen der Versicherten auf strafrechtlich relevante Weise schädigen, um eigene finanzielle Vorteile zu erzielen. Diese Formen des Betrugs sind weniger sichtbar als Betrugshandlungen seitens Versicherter, da sie oft innerhalb der internen Abläufe eines Unternehmens stattfindet und somit schwerer zu identifizieren sind.

Versicherungsbetrug von oben

“Versicherungsbetrug von oben” bezieht sich auf betrügerische Aktivitäten, die von den Führungsebenen eines Versicherungsunternehmens ausgehen. Dies kann beispielsweise die bewusste Implementierung von Unternehmensstrategien umfassen, die darauf abzielen, die Auszahlungen an Versicherte durch Täuschung oder Hinhaltetaktiken zu minimieren. Da solche Praktiken oft systematisch und gut verschleiert sind, bleiben sie häufig unentdeckt und werden bisher nur selten öffentlich diskutiert.

Gründe für die geringe Wahrnehmung

Die geringe Bekanntheit dieser Begriffe liegt darin begründet, dass solche betrügerischen Handlungen innerhalb von Unternehmen schwerer aufzudecken sind als beispielsweise fingierte Unfälle oder gefälschte Schadensmeldungen durch Versicherungsnehmer. Während ein inszenierter Unfall sichtbare Spuren hinterlässt und somit leichter zu erkennen ist, erfolgen betrügerische Handlungen innerhalb von Unternehmen oft durch komplexe interne Prozesse, die für Außenstehende kaum nachvollziehbar sind.

Beispiele für interne betrügerische Praktiken

Ein Beispiel für solche internen betrügerischen Praktiken ist die bewusste Verzögerung der Schadensregulierung, um Versicherte zur Aufgabe ihrer Ansprüche zu bewegen. Eine weitere Methode kann die Manipulation von Gutachten sein, bei der externe Dienstleister, wie beispielsweise die Kanzlei BLD, eingesetzt werden, um den Schadenswert zu minimieren und somit die Auszahlung an den Versicherten zu reduzieren.

Auch z.B. mittels Bestechung von Gutachtern oder Richterinnen könnten Versicherungsunternehmen eine Täuschung des Versicherten erreichen und eigene Leistungsverpflichtungen umgehen. Medien berichten immer wieder über befangene Gutachter oder die besondere Nähe bestimmter Anwaltskanzleien (z.B. BLD) zur Richterschaft.

Als besonders perfide ist die Zusammenarbeit zwischen Barmenia und dem Tochterunternehmen des PKV-Verbands Medicproof GmbH anzusehen. Der Medicproof GmbH wird vorgeworfen, Teil einer versicherungsfreundlichen Leistungsabwehr-Industrie zu sein und privat Pflegepflichtversicherte vermutlich systematisch zu benachteiligen und zu deren juristischer Entrechtung beizutragen.

Fazit

Die Begriffe “Versichertenbetrug” und “Versicherungsbetrug von oben” sind in der öffentlichen Diskussion bisher selten vertreten, da diese Formen des Betrugs subtiler und schwerer zu erkennen sind als offensichtliche Betrugshandlungen. Dennoch ist es wichtig, diese Praktiken zu identifizieren und zu adressieren, um das Vertrauen der Versicherten in das Versicherungssystem zu erhalten und sicherzustellen, dass ihre Rechte gewahrt bleiben.



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